Aschermittwoch

– eine Inne – Haltestation?

 

 

Sehr oft habe ich mich das schon gefragt:

Wie jeck darf das Leben eigentlich sein – so außerhalb der 5.ten Session?

 

Ist es ggbf. der Grund weshalb so über die Maßen gefeiert wird, viel Alkohol getrunken wird, viel geliebt und gestritten wird, weil es ja sonst keine Gelegenheit dazu gibt?

Weil im restlichen Jahr das Mühlenrad / Hamsterrad sich „normal“ drehen soll?

Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Wirklich? Alles? Wer sagt das?

 

Wie ist das mitten im Sommer mit einem verrückten Hut daherzukommen, mit einer Farbe dich schmückst, die du sonst nie trägst, in eine Rolle rutschst, die du gerne einmal ausprobieren würdest, die rote Nase aufsetzt und über die Schildergasse gehst – wer traut sich das?

Nur die Klinikclowns? Performancekünstler? Musen? Die ganz Verrückten, Ausgeflippten?

Wie ist das, wenn Du völlig unvermittelt anfängst zu lachen? Fremde Menschen ganz anders ansprichst – fühlst, hörst Du innere und äußere Bewertungen?

 

Was ist das für eine Welt die wir uns da selber erschaffen, anpassen und damit Stimmungsschwankungen unterliegen, deren wir uns vielleicht nicht selbst-bewusst sind, oder uns verunsichern lassen durch Bemerkungen wie –„Haben wir Karneval?“

( Mir schon oft passiert – neulich noch mit meiner Lieblings Rosenhose . . . )

Oft kam es mir am Aschermittwoch vor als wäre ein Grauschleier über die Region gezogen – ein Spuk, ein großer, moralischer, dunkler Zeigefinger ganz von oben –

Von oben? Wirklich? Wer ist das „DA OBEN“ ?

Teilweise fühlt es sich an wie eine drückende Dunstglocke. Da gibt es schleichende Schnapsleichen oder auch leider aggressive im Kofferraumdränger in der 30 KM Zone.

 

Warst Du schon mal nüchtern mittendrin in der bunten Menge? Hast gefeiert und Spaß gehabt und der nächste Tag war ein ganz anderer dadurch?

Es ist ein Gefühl unglaublicher Freiheit, die Wahl zu haben!

Wie schwer muss das für Menschen sein, die nicht dürfen und ständig bedrängt werden zu trinken . . .

 

Aschermittwoch ist für mich eine Möglichkeit immer wieder umzusteigen, einzusteigen in eine neue Möglichkeit des lebensfrohen Un- und Sinns. Es ist die Möglichkeit der inneren Clown Erweckung, des inneren Lächelns trotz widriger Umstände. Es bedarf einer bewussten Justierung, das innere Navi dementsprechend immer wieder einzustellen, ein immer wiederkehrendes meditatives Innehalten – bin ich noch auf dem Kurs oder vom Weg abgekommen?

Es ist ein Konditionstraining, eine Konditionierung raus aus dem von außen auferlegten Trott, hinein in die eigene, innere bunte Welt und nicht zuletzt ein bewusstes Üben mit sich und der Welt toleranter umzugehen!

 

Wirf Konfetti in dein Leben, wirf dein Lächeln in die Welt!

 

TABUffffffffffffffff . . . .

 

 

Von Herzen

Friederike Virginia FührerIMG_0396 Kopie 2

Kategorie Allgemein

2 Kommentare

  1. Judith meinte am 1. März 2017 um 15:14

    Du sprichst aus, was ich auch schon gedacht habe: wieso nur an Karneval? Entweder bin ich so oder nicht, aber nicht nur dann, wenn es gesellschaftlich akzeptiert wird.

    „DA OBEN“ ist manchmal gar nicht so weit weg… 😉 sondern die eigene Vorstellung, deine eigenen Glaubenssätze & TABU´s

    • Friederike Virginia Führer meinte am 1. März 2017 um 19:22

      Danke für den Kommentar! Ja es gilt immer wieder mal das „Da oben“ = das eigene Dachstübchen zu fegen :-) !

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