Lust, Tabu und TABUff Buchempfehlung

Buecher Silke Maschinger4190klein-1

In letzter Zeit stolperte ich immer wieder über diese Einladungen eine Petition zu unterschreiben oder einen Brief an Frau Merkel, die Prostitution zu verbieten.                                                                                     Bei einer anderen Veranstaltungeinladung hier in Köln mit mehreren Referenten ging es um das gleiche Thema und es wurde mit Dringlichkeit darauf hingewiesen, sich für die Abschaffung einzusetzen.

Ich bin dagegen !

Ich hatte immer wieder so ein komisches Gefühl im Bauch und eigentlich mein Urteil schon gefällt, da mir eine Frage doch spanisch vorkam.                                                                                                                      Sind wirklich alle Prostituierten unfreiwillig und mit Gewalt dazu gezwungen worden ?

Nun lese ich gerade mit großem Interesse und wachsender Begeisterung das Buch der Co Autorin Silke Maschinger „Sexworker“, und kann und möchte es nur jedem empfehlen, um sich über die Vielfalt von Arbeit im Bereich von Sexualität zu informieren und vielleicht sich ein eigenes Bild zu machen.                 Bezeichnender Weise ist der doppeldeutige Untertitel auch                                                                                   „33 Frauen, die mit Lust arbeiten“ !                                                                                                                           Wer kann das schon von sich behaupten – und wenn ja – wunderbar, der hat seinen Arbeits und Privatalltag wahrlich gut bis bestens gestaltet und braucht sich doch nicht aufzuregen ?!

Warum also diese neue Bevormundung von Frauen ? Beschneidung ?

Natürlich ist es wesentlich leichter in Bausch und Bogen etwas zu verdammen, abzuschaffen, was einem nicht so ganz geheuer ist, jedoch womöglich sachdienliche Informationen fehlen.

Schöner ist es, das eigene Unterscheidungsvermögen einzusetzen und es zu wagen, auch in Themengebiete hineinzugehen, die leider immer noch tabuisiert werden.                                                    Dann kann ich doch erst für mich entscheiden und den/ die Anderen das tun lassen, was sie für richtig halten.

Mein sowohl privater als auch beruflicher Weg hat mich immer wieder mit dem Thema Erotik und Sexualität in Berührung gebracht. Wieviel Leiden und letztendlich auch im wahrsten Sinne des Wortes „kränkendes“ Potential steckt darin, wenn wir uns unserer Selbst nicht bewusst sind, wo wir stehen, was wir wollen und was unsere eigenen Empfindungen sind.                                                                                      Das kann kein gesundes Wahrnehmungsfeld schaffen, es entstehen buchstäblich Intoleranzen oder allergisch Reaktionen.

Der Satz „ Solange es dich trifft, betrifft es dich“ ist so einfach und schlicht ergreifend wahr !

Vielen Dank für diese Art von Literatur, Beruflichen Einsatz – Berufung,

ein Dank an Menschen die ihren ureigenen Weg gehen und zu sich stehen !                                               Nennt man das nicht Liebe ?

Ich freue mich zunehmend auf den 03.Juli , den Besuch aus Berlin,  Gästevielfalt und das „Mysterium Sexualität“ !

P.S.: . . . da las ich auf den Plakatwänden verschiedenste Variationen von:                                                          „ ich machs mit . . .“                                                                                                                                                    Und dann : „ Ich machs mit meinem Mann“                                                                                                            Ja klasse ! Und ? Spaß dabei ?                                                                                                                                   Oder ist das jetzt die Kondomwerbung ?                                                                                         Gummiverordnung ?                                                                                                                                                     Die macht`s mit ihrem Mann nur noch mit . . . ?                                                                                                  Habe ich das richtig verstanden ?

Nun – wem`s gefällt ? Warum nicht ?

Latex, Lack, Fesseln, Nylon, High Heels, Jesuslatschen, mit Fell, rasiert, mit Busch husch husch – oder nur so ein kleines Stück Gummi – soll sie doch – mir egal . . .  Jedem seine LustART !                                   ( nur wenn diese Artikel auf einmal nur noch in Apotheken erhältlich sind, dann stimmt ganz arg was nicht mehr )

Meine weitere Empfehlung, das erste Buch von Silke Maschinger „Spielarten der Lust“ hier mit abgebildet ist zwar gerade vergriffen – eine Neuauflage für Herbst jedoch vorgesehen !

 

Kategorie Allgemein

1 Kommentar

  1. Karen Seelmann-Eggebert meinte am 19. Juni 2015 um 10:44

    Liebe Friederike,

    wie schön Du schreibst, – mit Lust und Liebe.

    Ja, es darf uns noch einiges bewegen, wenn wir uns fragen, was „mich so trifft und so BEtrifft“.

    Viel Spaß am 03. Juli Euch allen,

    liebe Eifelgrüße von

    Karen

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